DES WAHNSINNS FETTE BEUTE  |  DER HILFSSCHERIFF VON BULLDOG-CITY  |  ZELTWACHE  |  METTWURST
 

Trüffelschweine

Es ist eigentlich wie immer bei  Martin Großmann: Er bietet seinem Publikum ein kabarettistisches Theaterstück, das vordergründig in irgendeinen Provinznest angesiedelt und mit sonderbaren Typen bevölkert ist, und von dem man lange Zeit nicht weiß, wie es ausgehen wird. Nur, dass das Finale furios und völlig überraschend über einen hereinbrechen wird, davon kann man als Besucher der Neuen Welt auch diesmal ausgehen.
Das macht ihn aus.  Unter anderem, wohlgemerkt. Wiederum ist ihm ein kabarettistisches Theaterstück gelungen; ein ungemein dicht gestricktes Gewirr von Handlungsfäden, das Aufmerksamkeit ein-, aber eben nicht den schnellen Lacher herausfordert. Natürlich lacht man dennoch immer wieder herzhaft bei Großmann, der Mann verfügt schließlich über handwerkliches Geschick, der billige Witz aber ist seine Sache nicht. Ein  seiner Kindheit nachtrauender und nie richtig erwachsen gewordener Träumer, der meint, den totalen Durchblick zu haben, verfängt sich in Wett- und Spekulationsgeschäfte. Großmann transferiert das Privatschicksal seines Protagonisten auf eine globale Ebene, in der Finanz- und Börsengeschäfte nur dann Gewinn abwerfen, wenn Katastrophen, Kriege und Unglücke möglichst schlimm ausgehen. Man hätte ahnen können, dass das alles unerfreulich endet. Schließlich liefert Großmann Indizien, versteckt sie gleichzeitig aber dermaßen geschickt, dass man zwar einiges ahnt, aber Genaueres bis zum Ende nicht weiß. Dass er so die Spannung nicht nur hält, sondern permanent steigert, ist die logische Konsequenz und spricht für ein tadelloses Konzept. Wer also bisher das bereits legendäre Großmann-Debüt „Mettwurst“ von 1998 – völlig zu Recht – für einen großen Wurf hielt, der sehe sich nunmehr bitte dessen „Trüffelschweine“ an.

Karl Leitner Ingolstadt

Es gibt wirklich gute Gründe, die Figuren zum Kotzen zu finden, die Großmann mit schauspielerischem Können und enormer Wandlungsfähigkeit auf die Bühne stellt und dabei auch ständig die Dialekte wechselt – vom Niederbayerisch bis zum Ruhrpott-Slang. Das Böse sagen, damit man Gutes bewirkt: Das ist Ziel und Anspruch dieses ausgereiften und sehenswerten Programms.
Es steckt darin galliger Humor in der Art eines Martin Puntigam, eingebettet in Geschichten aus der bayerischen Provinz wie man sie von Andreas Giebel kennt. Schließlich  kehrt Conny an den Ort seiner Kindheit zurück, um die dort verbuddelte Tanzte auszugraben, die – wie er kürzlich erführ – einen mit Plutonium betriebenen Herzschrittmacher in der Brust hat. Damit will Conny noch mehr Kohle machen als mit seinen menschenverachtenden Wettgeschäften: „Du musst mitverdienen an der Katastrophe“.  Angesichts weltweit anschwellender Proteste gegen das Finanzsystem ein ausgesprochen aktuelles Programm.

ruf, Nürnberger Nachrichten

Rund um den Lindenbaum, ein Sinnbild für heiles Gemeinschaftsleben, hat Martin Großmann die zwielichte Story seines fünften Programms aufgezogen, so raffiniert, dass sich die Geschichte wie ein Puzzle zusammensetzt und erst am Schluss völlig erklärt. Ein kleiner Geniestreich ist ihm da gelungen. Die Zeitläufe seiner Herkunft zwischen  väterlichem Flüchtlingsschicksal, Ruhrpott, Metzgerei und bäuerlichem Niederbayern sind einfach bestens geeignet, um aus dem Plot seines neuen Bühnensolos eine exemplarische Studie seiner Generation zu machen. Mit Börsenvokabular oder „Solarparkschafe“ zeichnet er sich nah am Zahn der Zeit. Eine Grabrede wird zum multiplen Höhepunkt seines Programms. Das findet die  Geschichte des Conny Kramer dramaturgisch, inhaltlich  und darstellerisch ihr Finale. Nach dem anspruchsvollen, packend dargebotenen Kabarettstück darf das Publikum im ausverkauften Scharfrichterhaus aufschnaufen.

Gabriele Blachnik Passau

Des Wahnsinns fette Beute

Der Perspektivenwechsel zwischen seinem Bühnenleben und der eigenen Familienbiografie, zwischen Ernstem und Skurrilem, zwischen Alltagszenen und überspitzten Begegnungen gelang ihm durch die Bank. Eigentlich hätte man sich alle Geschichten, die Großmann dabei hatte, vorstellen können, so abwegig es teilweise auch erschien. Zwei Stunden perfektes, in sich abgestimmtes und nuancenreiches Kabarett – ein rundum gelungener Auftakt für Walter Haber und seine neunten Eichstätter Kabaretttage.

Marco Schneider, Eichstätter Kurier

Eine kunterbunte und heiter-ironische Jagd entlang den Spuren seines vermeintlichen Lebens, gewürzt mit feinsinnigen, durchdachten Humor und witzigen Geschichten. 

Stefan Friedrich, Stuttgarter Zeitung

Der Hilfsscheriff von Bulldog-City

Es rast vor uns die künstliche Welt einer abstrusen Realität vorbei, scharf und bunt gezeichnet wie die Bilder eines Comics. Detailverliebt und voller Agilität beleuchtet der Kabarettist Martin Großmann einen gesellschaftlichen Mikrokosmos, eingebetet irgendwo im Bayerischen Wald. Dort also, wo zwar die Gesellschaft noch nach alten Mustern funktioniert, jedoch getrieben von den Auswüchsen moderner Werte unweigerlich in die Katastrophe schlittert.

Martin Lutz, Süddeutsche Zeitung


Martin Großmann spielt in Personalunion die verschiedenen Typen, er philosophiert, theologisiert und analysiert, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Großmann macht Kaberett als ein in sich geschlossenes Theaterstück. Mit vielen wundersamen Personen, nachdenklichen Überlegungen und überspitzten Begebenheiten, die dann schon ganz nah wieder an der Realität liegen. Großes Kabarett, bei dem der Zufall einen Plan hat.

Dieter Gebhardt, Stuttgarter Zeitung


Aus der Diskrepanz zwischen Trapper, Cowboy und Indianer einerseits und Stammtisch, Jauchegrube und Dorfklatsch andererseits resultiert eine derart vortreffliche Komik, dass man an diesem Abend in der wieder mal ausverkauften Neuen Welt, aus dem Lachen gar nicht mehr herauskommt. Was natürlich auch und vor allem an der großartigen schauspielerischen Leistung Grossmanns liegt. Grossmann arbeitet all diese Charaktere und Typen so großartig heraus, dass man am liebsten mal hinfahren möchte, um sich diese Gestalten persönlich anzuschauen. Das Publikum lacht in einem fort – obwohl die Ereignisse in und um Bulldog City ja eigentlich eher traurig sind. Ausverkauf von Tradition und Ursprünglichkeit zugunsten einer Eventkultur? "Der Hilfssheriff von Bulldog City" – ein erstklassiges Programm. Dynamisch, rasant, vielschichtig und zum Brüllen komisch.

Karl Leitner, Donaukurier Ingolstadt


Er stellt sie auf die Bühne, wie sie nun einmal sind, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Hinterwäldler, die bereits Jahrhunderte vor Albert Camus das Absurde in und an der Welt begriffen haben, um dieses Absurde mit den Mitteln unbewußt selbstironischer Berechnung fassbar und vor allem aushaltbar, sprich erträglich zu machen. Das Großmann Gedanken ermöglicht, die weitergeführt werden wollen, hebt ihn aus der Masse unzähliger Kabarettisten heraus. Er macht Kabarett, um sich dieser Form der Selbstdarstellung spielerisch zu bedienen, um diese Form zugleich zu hinterfragen und um sie ab und an (Momente der Stille) sogar fast vollständig aus den Angeln zu heben.

Kristian Kuhnle, Straubinger Tagblatt


Bulldog-City ist ein kleines Stück von dieser Welt, wo jeder sein darf, was er schon immer sein wollte. Der Hilfssheriff und seine Freunde haben längst den Anschluss an diese Art der Realität verloren und noch weit weniger Lust, den Rückstand jemals wieder aufzuholen. Großmanns Kabarett ist vor allem ein in sich schlüssiges Schauspiel. Und darauf versteht sich der 35-Jährige, genauso wie sein Kabarett-Kollege Andreas Giebel, und beide kann man derzeit in der Grimme-Preis ausgezeichneten Polizeiserie "München 7" bewundern.

Ulrike Strauch, Bonner Generalanzeiger

Der Hilfssheriff von Bulldog-City entpuppt sich als fantasievolle, groteske Tragik-Komödie über Selbstverwirklichung und Realitätsverweigerung. Großmann rührt am Alptraum der Gegenwart schlechthin: Der Angst, dass sich der gesamte Lebensinhalt über Nacht als Illusioin erweisen könnte - eine Illusion, von der man aber, schlimmer noch, gar nicht mehr lassen möchte.

 

Schweinfurter Tagblatt

 

Zeltwache

Komplette Kritik, SZ Fürstenfeldbruck (klicken)

Die Gesichtszüge Martin Großmanns verzerren sich, seine Mimik wechselt in bewundernswerter Geschwindigkeit. Das Makabre schreit der Kabarettist aus der Kehle. Die Zuschauer lachen Tränen. Er tobt, heult,hüpft, gestikuliert wild, und plötzlich steht er still. Sein Gesicht wird zur mahnenden Maske. Er hat es geschafft, die schmale Gratwanderung der Selbstironie zu gehen und sich dadurch frei zu spielen - zusammen mit den Aufkirchner Zuschauern.

Starnberger Zeitung


"Großmann versteigt sich nicht ins Pseudo-Philosophische, sondern geht den Dingen direkt und handfest auf den Grund. Bei aller Absurdität der erzählten Geschichten bleibt Großmanns Figur dennoch nah an der Realität. Das bisweilen Verstörende und Beklemmende an Großmanns Programm sind somit nicht immer die Mittel, sondern auch der Inhalt seiner Darstellung. Das ganz und gar unkomische Aufblitzen von Realität inmitten feucht-fröhlichen Klamauks."

Weidener Zeitung


"Die Zuschauer im ausverkauften Saal, egal ob Bayern oder Zugereiste, lachten herzhaft über den schrägen Typen. Nahtlos reiht sich Großmann in das Passauer Kabarett-Triumvirat Jonas - Fischer - Zimmerschied ein, das somit zur zugkräftigen niederbayerischen Quadriga erweitert ist. Sein Sprachwitz und seine Mimik sind von grandioser derber Art. Großmanns Potential ist der zweifache Nachklapp einer Pointe. Mit deutlicher Pause kommt nach jedem Satz, der bereits beendet schien noch einer nach und spätestens der zweite ist dann der Hammer."

Augsburger Allgemeine


"Großmann gelingt mit seinem Programm "Zeltwache", was nur wenige Kabarettisten schaffen. Er durchdringt seine Zuschauer und wirkt nach."

Passauer Neue Presse


"Es ist gar nicht so einfach, die Begeisterung der Besucher bei Martin Großmann neuem Programm "Zeltwache" in Worte zu fassen. Es war nämlich ein wunderbarer Abend, bei dem es den Besuchern die Tränen in die Augen trieb. Mit tosendem Applaus würdigte das Publikum das neue Programm des Kabarettisten und Großmanns musste noch mehrmals auf die Bühne, um sich mit Zugaben von seinem Publikum zu verabschieden."

Plattlinger Anzeiger


"Was will er uns bloß sagen dieser Großmann?"

Ingolstädter Zeitung


"Phantastisches Programm, dessen Hintergründigkeit oft erst auffällt, wenn man wieder zuhause ist."

Landauer Zeitung


"Eines ist sicher: In Niederbayern schießen die Kabarettisten wie Unkraut aus der Erde, ausjäten sollte man sie nie, sondern als Zierpflanzen im Garten Bayerns hegen und pflegen, damit sie so solche Blüten wie Martin Großmann treiben."

Augsburger Allgemeine


"Ein tragischer Sieg der Koruption und des moralischen Niedergangs"

SZ, Ebersberg


"Freude hatten alle an diesem Abend im Straubinger Bahnhof, auch wenn man vielleicht erst zu Hause über so manche Pointe zum Nachdenken kam"

Straubinger Rundschau


 

Mettwurst

"Es tut als Erstes gut zu sehen, dass es junge Kabarettisten gibt, die sich nicht der Comedy-Karawane anschließen. Wenn dazu noch ein intelligent gebautes, makabares und bitterböses Programm auf so hohem schauspielerischen Niveau präsentiert wird, dann verdient der Auftritt den Namen Kabarett."

Wiesbadener Kurier


"Großmann baut seine Figuren sukzessive auf, durchleuchtet sie psychologisch. Man braucht sich deshalb nicht wundern, wie unangenehm nahe sie einem kommen können. Großmann spielt die Figuren weniger karikierend als naturalistisch und nähert sich durch seine überzeugende Darstellung immer mehr dem Theater. Ähnliches gab es auch schon in den Volksstücken eines Franz Xaver Kroetz zu sehen."

Stuttgarter Zeitung


Die Handlung benutzt der Kabarettist dazu, um die Charaktere in überzeichneter Art als typisch für die jeweilige Gesellschaftsform darzustellen. Die Mettwurst, die im Bayern Polnische heißt, spielt dabei eine symbolische Rolle. Großmann erhielt oftmals Szenenapplaus, zum Schluß einen nicht enden wollenden Beifall.

Garmisch-Partenkirchener Tagblatt


"Einen bitterbösen Volltreffer landete der Passauer im Paterretheater im Künerhaus (PiK). Bravos, Pfeifen, Trampeln: begeisterten Applaus zollten ihm die Zuschauer im ausverkauften Haus für sein irrwitziges Kabinettstück."

Memminger Zeitung


"Das alles könnte an jedem Ort in Deutschland spielen, gewinnt aber gerade aus dem DumpfBajuwarischen, das Großmann in allen Spielarten nahezu mörderisch drauf hat, seine bedrohliche und urkomische Brisanz.[...]Subtil das Ganze und nicht mit dem Bollerwagen ins Haus gekracht, aber mit der denkbar brutalsten Mimik und Gestik gewürzt.."

Eichstätter Kurier


"Eine Mischung aus perfekt austarierten Mundart-Kabarett, schauspielerisch starkem Mono-Drama und genau beobachteter Gesellschaftskritik."

Nürnberger Nachrichten


"Schauspielerisch umwerfend und von galliger Komik"

tageszeitung


"Unübersehbar ist dabei ein heiliger Zorn, der über das Maß der bloßen Gesellschaftskritik hinausgeht."

Nürtinger Zeitung


"Es rast vor uns die künstliche Welt einer abstrusen Realität vorbei, scharf und bunt gezeichnet wie die Bilder eines Comics; detailverliebt und voller Agilität."

Fürstenfeldbrucker Neuste Nachrichten/SZ


"enorme schauspielerische Wandlungsfähigkeit"

Abendzeitung


"ilu malonga wa nagawongo, schi nala bo wulla wulla. Tamba ba linga i wo mila schi to Großmann nilla wo ba."

simbawischer tagesspiegel


"dem Zuschauer bleibt zuweilen das Lachen im Hals stecken, so beängstigend erweckt Großmann seine Figuren zum Leben"

Süddeutsche Zeitung


"stürmischer Beifall für Martin Großmann im Scharfrichterhaus"

Passauer Neue Presse


"ein dramaturgisch perfekt durchgearbeitetes Kabarettprogramm"

Die Woche


"Er spielt die Rollen, anstatt sie zu karikieren"

Mittelbayerische Zeitung


"ein mitreißender Abend, ins Hintertreffen geraten lediglich die christlich-sozialen Werte wie Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit"

Deggendorfer Zeitung


"ein neues Gesicht auf der Kabarettbühne, das es jedoch versteht, sich durch einen ausgefeilten Aufbau des Stückes und ausgesprochenen Schauspielertalent nachdrücklich in Erinnerung zu bringen."

Passauer Neue Presse

 

 
 
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